Es war in Wien im Jahr 1912 als der neunzehnjährige Melech Ravitch buchstäblich über Nacht zum Vegetarier wurde. Wien verließ der Dichter bereits 1921 wieder (um sich nach einigen Jahren in Warschau und zahlreichen Reisen in Montreal niederzulassen). Vegetarier blieb er sein Leben lang. Vegetarismus bzw. das Schlachten von Tieren spielen auch in einigen Gedichten von Melech Ravitch (1893-1976) eine zentrale Rolle. Und das auf eine Art und Weise, die den Literaturwissenschafter Irad Ben Isaak veranlasst hat, von „vegetarischer Poesie“ zu sprechen. „Kum ikh bafrayen diken, kreatur!“* Die vegetarische Poesie des Melech Ravitch (Rezension) weiterlesen