Als Gustav Struve (1805-1870), einer der Pioniere des Vegetarismus im deutschsprachigen Raum, um 1830 beschloss, kein Fleisch mehr zu essen, wurde er nicht zum Vegetarier: Dieser Begriff existierte zu jener Zeit noch nicht. Erst zehn Jahre später leiteten britische Fleischverweigerer aus dem lateinischen Wort „vegetus“ (lebhaft, munter, frisch) das englische „vegetarian“ ab. Im deutschsprachigen Raum wurde der Terminus zuerst mit „Vegetarianer“ übersetzt und schließlich auf „Vegetarier“ verkürzt. Bis sich diese Bezeichnung Ende des 19. Jahrhunderts für die Anhänger/innen fleischloser Ernährung durchsetzte, existierten unterschiedliche Benennungen nebeneinander[1]. Vegetarismus – eine kleine Begriffsgeschichte weiterlesen
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Artikel im vegan.at-Magazin
Für die aktuelle Ausgabe des Magazins der Veganen Gesellschaft Österreichs gebe ich in einem Artikel einen Überblick über die Wiener Veggies um 1900. 
Die VGÖ setzt sich seit 1998 für die Verrbeitung des veganen Lebensstils ein. Sie stellt Informationen zu allen Facetten des veganen Lebens bereit und zeigt mit den jährlichen Veganmanias, den veganen Sommerfesten, wie genussvoll Veganismus gelebt werden kann.
Die Zeitschrift vegan.at wird Mitgliedern automatisch zugesendet und liegt bei Veranstaltungen auf. Eine Probenummer kann gratis bestellt werden.
Der Artikel kann auch online gelesen werden: Die Geschichte der Wiener Vegetarier_innen-Bewegung
Wien und seine Spinatbrüder
Vor einiger Zeit bin ich von Anna Burghardt von der Presse interviewt worden. Wir führten ein sehr interessantes Gespräch rund um die Wiener Vegetarier/innen anno 1900 und Parallelen zu heute. Der Beitrag erschien im Presse-Schaufenster und online.

Die Wiener Veggie-Szene um 1880
Parallel zu den Aktivitäten des Vereins für naturgemäße Lebensweise war Vegetarismus in den 1880er Jahren in Wien ein in Kunst- und Politikkreisen verbreiteter Lebensstil. Romantik und Liberalismus verbanden sich dabei mit dem Wunsch nach Erneuerung, einer Spur von Revolte und dem Selbstverständnis, einer kulturellen und politischen Avantgarde anzugehören. Die Wiener Veggie-Szene um 1880 weiterlesen
Der Vegetarianer-Club 1876-1881
Nach Gustav Struves Tod im Jahr 1870 blieb es einige Jahre ruhig um die Wiener Vegetarier. Franz Kubiczek und Adolf Zedtwitz publizierten zum Thema, aber erst im November 1876 wurde „nach mehreren vergeblichen Bemühungen, einen Verein von Vegetarianern zu gründen” mit dem Vegetarianer-Club erneut eine Organisation ins Leben gerufen[1]. Im Jänner 1879 wurde der Club als Verein angemeldet[2].Der Club lud in diesen Jahren regelmäßig zu Vorträgen, am häufigsten sprach der (stellvertretende) Vorstand Franz Chimani. Der Vegetarianer-Club 1876-1881 weiterlesen
Die ersten Wiener Vegetarier
Bevor sich Vegetarier/innen gemeinsam in Vereinen für eine fleischlose Lebensweise einsetzten, waren es Einzelpersonen, die mit Zeitschriftenartikeln und Broschüren die vegetarische Idee verbreiteten. Für Wien sind Adolf Zedtwitz und Franz Kubiczek als vegetarische Vorkämpfer zu nennen. Beide entschieden sich Ende der 1860er Jahre, kein Fleisch mehr zu essen und waren von da an publizistisch aktiv. Die ersten Wiener Vegetarier weiterlesen